Presse


RBB-Berlin | 30.04.2004 | 23:50

1. Mai

Überwiegend Friedliche Feiern am Vorabend des 1. Mai


Am Vorabend des 1. Mai sind die befürchteten Krawalle in der Hauptstadt zunächst ausgeblieben.

Im Berliner Mauerpark im Stadtteil Prenzlauer Berg feierten nach Polizeiangaben annähernd 2000 Jugendliche überwiegend friedlich die Walpurgisnacht. 80 Platzverweise seien verhängt worden. Vereinzelt habe es Flaschenwürfe gegeben, sagte ein Polizeisprecher am späten Freitagabend.

Auch eine Demonstration von Kritikern der EU-Erweiterung mit etwa 800 Teilnehmern, die am Bahnhof Friedrichstraße startete, verlief ohne Störungen.

Erstmals galt am Mauerpark ein Verbot von Flaschen und Dosen. Die Polizei kontrollierte Taschen von Besuchern. Im Umkreis durften keine Autos geparkt werden. Im Park waren Anti-Konflikt-Teams der Polizei unterwegs, um beruhigend auf Besucher einzuwirken. "Bisher ist unser Konzept wunderbar aufgegangen. Alle haben sich auf die Situation eingestellt", sagte Polizei-Einsatzleiter Jürgen Schubert.

Polizeipräsident Dieter Glietsch hatte ein schnelles Vorgehen gegen Gewalttäter angekündigt. Zugleich soll es beim Konzept der "ausgestreckten Hand" bleiben. In der Walpurgisnacht waren in der Hauptstadt annähernd 4000 Polizisten aus Berlin und anderen Bundesländern im Einsatz.